Neuer Master-Studiengang: Educational Technology
Psychologen und Informatiker zu Meistern der Bildungstechnologie
Im kommenden Wintersemester 2011/12 wird es an der Universität des Saarlandes wieder einen neuen Informatik-nahen Studiengang geben. Ab dem 1.10. kann man einen Master of Science in Educational Technology machen.
Der Studiengang ist nicht konsekutiv, das heißt, es gibt kein gleichnamiges Bachelorstudium, das inhaltlich die gleiche Ausrichtung hätte. Den Master in Bildungstechnologie kann machen, wer bereits einen Studienabschluss in einem Fach wie Psychologie oder Informatik u.ä. vorweisen kann. Auch Absolventen der diversen bildungswissenschaftlichen Studiengänge sind willkommen. Hier wird es also richtig interdisziplinär zugehen!
Inhaltlich soll es sowohl um bildungswissenschaftliche, als auch computerwissenschaftliche Methoden gehen. Konkretere Beispiele umfassen die Gestaltung virtueller Lernumgebungen oder die Erforschung des Wissenserwerbs in Zeiten
sozialer Netzwerke.
An der Ausbildung beteiligen werden sich neben den Fachrichtungen Informatik und Bildungswissenschaften auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), sowie die ebenfalls in Saarbrücken ansässige Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW).
Zukunftschancen durch Disruption
Wenn die ersten Absolventen des neuen Studiengangs in etwa 2 Jahren auf den Arbeitsmarkt kommen, werden sie genug zu tun haben. Bei der digitalen Abbildung unserer Umwelt gilt es im Bereich der Bildung und des Lernens noch viele schwierige Aufgaben zu lösen - und einen großen Markt zu erobern. In Schulen und Universitäten hinkt man in Deutschland hinter anderen hoch entwickelten Ländern her, was die Nutzung der Vorteile der neuen Technologien angeht.
Aber nicht nur in Deutschland gibt es noch viel zu tun. Ein Beispiel dafür, dass richtig große Modernisierungen auch im internationalen Bildungsbereich noch möglich sind, ist die neueste Ankündigung von Amazon: Für seinen e-Reader Kindle wird es demnächst ein Ausleihprogramm für Fachbücher geben.
Der Kindle allein ist schon eine gewaltige Innovation und verkauft sich inzwischen auch in Deutschland super. Das nun geplante Programm wird es dem Kindle-Besitzer ermöglichen, sich beispielsweise ein Lehrbuch, dass er nur für eine bestimmte Vorlesung benötigt, auch nur für den Zeitraum der Vorlesung “auszuleihen”. Der Preis für die Ausleihe soll dabei bis zu 80% unter dem Verkaufspreis des “echten” Buchs liegen.
So wie dieses Modell Wissen preiswerter und flexibler verfügbar macht, werden hoffentlich noch viele Neuerungen zukünftigen Generationen von Lernern das Leben leichter machen.
Wer sich für Spekulationen über die bevorstehenden Umwälzungen des Bildungssystems durch das Internet interessiert (und gut Englisch kann), dem will ich folgenden Artikel ans Herz legen: