Anträge verfassen macht keinen Spaß. Aber mit Fund-o-Mat geht es schon einmal schneller!


Und wieder ein neues Projekt: Ich stelle euch heute ein Verwaltungswerkzeug für Forschungsprojekte vor, das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI entwickelt wurde.

Forschungsinstitute arbeiten häufig mit anderen Forschungsgruppen und Firmen zusammen. Um diese Projekte zu organisieren, ist es notwendig zuerst einen Arbeitsplan aufzustellen. Solche Pläne werden auch von Institutionen, wie beispielsweise der DFG, verlangt, wenn man dort einen Antrag auf Förderung stellt.
Um ein Projekt zu definieren, unterteilt man es in Teilprojekte und untereinander verbundene Arbeitspakete. Das kann eine langwierige Angelegenheit werden, da komplexe Projekte schnell einmal mehr als 100 Komponenten enthalten. Darüber hinaus ist es schwierig, die Beiträge von den verschiedenen Projektpartnern konsistent zu halten.
Diese Probleme will Fund-o-Mat lösen.

Der Code basiert auf dem Open Source Projektverwaltungstool Collabtive 0.6.5, daher ist Fund-o-Mat webbasiert und unterstützt die verbreitetsten Browser, wodurch die Projektteilnehmer effektiv über das Internet zusammen arbeiten können. Besonderen Wert wurde auf intuitive Benutzerführung gelegt. Dieser Anspruch konnte durch die enge Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Forschungsbereichs Intelligente Benutzerschnittstellen (DFKI) realisiert werden.

Auf der Fund-o-Mat Projekt-Website gibt es natürlich noch mehr Infos.

Hier noch ein kleiner Screenshot als Vorgeschmack:
Dabei handelt es sich um eine Visualisierung der Baumstruktur des Projekts “Development of a WPD Maintaining Tool”. Die Teilprojekte werden eine Ebene tiefer eingerückt aufgelistet. Die Ansicht funktioniert wie ein Explorer, das heißt wenn man auf einen Pfeil klickt, wird die darunter liegende Ebene sichtbar. Bei “Required Use Cases” handelt es sich um ein Arbeitspaket. Alle Namen sind anklickbar und führen direkt zur Detailansicht des jeweiligen Elements.



Was kostet ein Genom? Sequenzierungskosten im freien Fall


Bei genome.gov wurde vor einem Monat ein sehr interessanter Artikel über die Entwicklung der Kosten für DNA-Sequenzierung veröffentlicht. Wie die meisten wissen, sinken diese rapide. Wie schnell es aber geht, verdeutlicht diese Visualisierung:

Cost per Genome

Die Kurve ist beeindruckend! Man beachte außerdem, dass diese bereits logarithmisch aufgetragen wurde.

Ich denke hier wird ganz deutlich, dass wir uns schnellstens darauf einstellen sollten, dass eine vollständige Sequenzierung des eigenen Genoms bald für jeden in der westlichen Welt zu haben sein wird. Das bringt neben einigen ethischen Implikationen vor allem viele neue Möglichkeiten mit sich. Insbesondere für Bioinformatiker. ;-)


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