Studiengebühren vor Wiedereinführung?


Offenbar hat die Regierung einen Antrag für das nächste Landtagsplenum vorbereitet, der darauf hinausläuft wieder Studiengebühren für die Mehrzahl der Studenten einzuführen.

Es soll lt. Saarbrücker Zeitung nicht nur eine Gebühr auf ein Zweitstudium erhoben werden, sondern auch für Langzeitstudenten. So weit hatte es die Regierung schon kurz nach der Regierungsbildung angekündigt. Dass man unter Langzeitstudenten jetzt allerdings alle Studenten versteht, die die Regelstudienzeit überschreiten, ist neu.

Das Wort Regelstudienzeit leitet sich leider nicht davon ab, dass es die Zeit ist, in der Studenten in der Regel mit dem Studium fertig werden… Es ist eine willkürlich festgelegte Anzahl von Semestern, die von mehr als der Hälfte der Absolventen überschritten wird.



Prof. Wahlster stellt Forderungen an Ministerpräsident Müller


Zum dritten Mal tagte gestern das Wirtschaftspolitische Forum der CDU Saar, und zwar auf dem Campus, im Gebäude des DFKI. Dort diskutierte der DFKI-Leiter und erfolgreiche Forscher Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster mit dem saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller.

Eine besonders kontroverse Diskussion war nicht zu erwarten, denn der Professor und der Politiker kennen sich schon lange und sind sich in vielen Belangen einig. Im Jahr 2004 kürte Müller Wahlster zum Saarlandbotschafter. So fand Müller sogar die 4 Forderungen, die Wahlster an ihn in seiner Funktion als Regierungschef stellte, bescheiden.

Wahlsters Forderungen beziehen sich alle auf die an der Uni geleistete Spitzenforschung:

  1. In Zukunft soll es mehr öffentlich-private Partnerschaften im Umfeld der Universität geben.
  2. Komplementärfinanzierung
  3. Bereitstellung von Personal
  4. Langfristige Finanzierungszusagen

Ich höre in diesem Semester Wahlsters Vorlesung zum Thema Künstliche Intelligenz.
Bisher stellt sich mir die Veranstaltung als gut organisiert und thematisch weit gefächert und sehr interessant dar.



Absolventenfeier der Informatik (und Bioinformatik)


Am 28. Mai 2010 findet die nächste Akademische Abschlussfeier der Informatik statt. Dort werden den Absolventen des vergangenen Semesters in feierlichem Rahmen ihre Zeugnisse übergeben. Die geladenen Gäste (Absolventen + Anhang, Dozenten, vermutlich weiterer “staff”) werden darum gebeten, sich in Schale zu werfen.

Neben der Zeugnisvergabe wird es auch eine Würdigung der besten Absolventen geben. So wird zum Beispiel die Günter-Hotz-Medaille an die besten Master-Thesis-Verfasser (oder falls es noch welche gibt auch Informatik-Diplomanden) verliehen. Die besten Bachelors erhalten den FdSI-Bachelor-Preis, zu dem neben einer Urkunde auch ein Büchergutschein gehört. Diese Auszeichnungen sponsern die Freunde der Saarbrücker Informatik e.V.



Einweihung Campus-Center


Im April wird ein Studenten-Traum wahr: Am 22. öffnen sich die Pforten des Campus-Centers, eines zentralen Anlaufpunkts für diverse studentische Verwaltungs-Anliegen. Teilweise fühlte man sich bei Erledigungen rund ums Studium wie im “Haus, das Verrückte macht” aus einem der Asterix-Filme. Nun ist es wenigstens nicht mehr ein “Campus, der Verrückte macht”, und man muss nicht noch zusätzlich einen Marathon im bergigen Gelände absolvieren.

Das neue Gebäude hat u.a. folgende Einrichtungen:

  • Studienberatung
  • International Office
  • Bank 1 Saar inkl. Geldautomat
  • Kartenbüro
  • IT-Service
  • Zentrum für Schlüsselkompetenzen
  • AStA-Studentenraum
  • Psychologisch-psychotherapeutische Beratungsstelle
  • Café Unique
  • …und gleich um die Ecke in A4.2: das Studierendensekretariat.

Campus-Center



Neuer Studiengang Medieninformatik


Ab dem Wintersemester 2010/2011 wird das Angebot an Informatik-Studiengängen an der Uni des Saarlands um eine Geschmacksrichtung erweitert: Medieninformatik.
Als möglicher Koordinator kommt vermutlich Prof. Dr. Antonio Krüger in Frage: Er leitet am DFKI das “Innovative Retail Laboratory” und forscht u.a. intensiv im Bereich Mobile Computing.

Damit wird das bestehende Angebot abgerundet (Bioinformatik B.S./M.S., Computational Engineering of Technical System COMET M.S., Computerlinguistik B.S., Computer- und Kommunikationstechnik B.S./M.S., Informatik B.S./M.S./LA, Language Science and Technology M.S., Visual Computing M.S. und Wirtschaftsinformatik B.S./M.S.).

B.S. => Bachelor of Science
M.S. => Master of Science
LA => Lehramt



Forschungsgruppe von Jan Baumbach


Unter der Führung von Dr. Jan Baumbach wurde am MPI die Forschungsgruppe Computational Systems Biology eingerichtet.

Erforschen will man die Systembiologie, evolutionäre Sequenz- und Netzwerkanalyse, graphbasierte Analyse und Modellierung biologischer Netzwerke, Sequenz-Clustering, die Entdeckung von Sequenzmotiven, sowie Metabolomics.



Neue Forschungsgruppen im ZBI?


Im vergangenen Jahr hat das Zentrum für Bioinformatik zwei seiner drei Nachwuchs-Forschungsgruppen verloren:

Dr. Dirk Neumann von der Gruppe “Drug Transport” ist in die Industrie gegangen um für die Bioskin AG Berlin zum Schwerpunkt Dermale Absorption zu forschen.
Der ehemalige Leiter der Gruppe Theoretical & Computational Membrane Biology Prof. Dr. Rainer Böckmann ist einem Ruf an die Universität Erlangen-Nürnberg gefolgt und hat dort den Lehrstuhl Computational Biology inne.

Nun gibt es wohl eine fest geplante neue Forschungsgruppe und es laufen Verhandlungen zu einer weiteren.



Modern Methods in Drug Discovery


Dozent: PD Dr. Michael Hutter
Semester: Winter ‘09/’10

Website: http://gepard.bioinformatik.uni-saarland.de/teaching/ws-2009-10/special-topic-lecture-bioinformatics-modern/spezialvorlesung-MMDD-0910

Da ich in diesem Semester meine Bachelorarbeit geschrieben habe, blieb nicht viel Zeit für weitere Veranstaltungen. Ich habe mich dann ausschließlich für diese Vorlesung entschieden.

Gute und schlechte Gründe

Dabei gab es zwei Gründe für meine Wahl.

Der gute: Das Thema klingt interessant.
Nachdem ich mich für Bioinformatik als Alternative zum Medizinstudium entschieden hatte, interessieren mich natürlich all die Themen besonders, die enge Verknüpfungen zur Medizin haben. In diesem Fall sind wir im Bereich der Pharmazie, also nah dran.

Der “schlechte” Grund:
Ich kannte Dr. Hutter bereits aus der Veranstaltung Computational Chemistry. Daher wusste ich, dass seine Vorlesungen niemanden überfordern. Um ganz sicherzugehen hatte ich mir noch die Klausurnoten vom vorherigen Semester angesehen: Es gab zweimal eine 2, alle anderen Teilnehmer hatten sogar eine 1 vor dem Komma.
Während man seine Abschlussarbeit schreibt, ist es das Beste, nebenbei nur Scheine zu machen, bei denen der Arbeitsaufwand berechenbar und überschaubar ist. Diese Anforderungen erfüllt eine Abschlussarbeit selbst nämlich eher selten …

Der scheinbar weniger gute Grund ist meiner Meinung nach gar nicht so schlecht.
Man könnte natürlich dogmatisch sein und fordern, dass man allein nach seinen Interessen und dem potentiellen Wissensgewinn studieren sollte. Will (oder muss) man aber in kurzer Zeit mit seinem Studium fertig werden, so ist es gerechtfertigt, auch einmal ökonomisch zu denken.

Format: Standard-Spezialvorlesung

Die Vorlesung bringt nach den aktuellen Studienordnungen 5 Credit Points. Sie umfasst 2 Stunden Vorlesung (auf Englisch) pro Woche, alle zwei Wochen wird ein Tutorial angeboten, in dem vor allem die Aufgaben der insgesamt 6 Übungsblätter besprochen werden.

Die Übungsblätter müssen allein bearbeitet werden und können persönlich oder per eMail abgegeben werden. Es sind je 100 Punkte zu erreichen. Zur Klausurzulassung sind 50% der erreichbaren Gesamtpunkte notwendig. Die Übungen sind nicht schwierig, man sollte lediglich die vorhergehenden Vorlesungen gehört oder die im Internet abrufbaren Folien durchgelesen haben. Es ist also ein Leichtes, zur Klausur zugelassen zu werden.

Zuverlässige Klausurvorbereitung

Dennoch lohnt es sich, mehr als 50% der Übungsaufgaben zu bearbeiten:
Die Klausuraufgaben haben starke Überschneidungen mit denen der Übungsblätter. Die Klausur, die in Englisch und Deutsch angeboten wurde, hat denn auch jeder mit einer guten Note, die sich allein aus dem Klausurergebnis errechnet, bestanden.

Wer also sichere 5 Punkte für seinen Bachelor- oder Masterabschluss braucht, ist in dieser Vorlesung gut aufgehoben. Es ist jedoch auch wieder nicht so, dass man dabei nichts lernen würde. Zuvor hatte ich z.B. noch nie von SMILES und SMARTS gehört, und heute beherrsche ich sie aus dem Effeff. ;-)



Studiengebühren im Saarland abgeschafft


Endlich ist es so weit!

Der saarländische Landtag hat in seiner Sitzung vom 10. Februar die Studiengebühren für das Erststudium abgeschafft. Somit besteht jetzt auch die bisher noch fehlende Rechtssicherheit, nachdem die Hochschulen bislang nur “vorläufig” keine Gebühren eingezogen hatten.



Gebührenfrei studieren ab Sommer 2010


Heute hat der Saarbrücker Landtag einen Gesetzesentwurf durchgewinkt, der die Abschaffung der Studiengebühren zum Sommersemester 2010 vorsieht. Damit hat die Jamaika-Koalition dieses Versprechen ihres Koalitionsvertrags eingehalten.

Wenn im Januar die Rückmeldefrist beginnt, sind also nur noch die Kosten für den Semesterbeitrag zu entrichten. Eine enorme Erleichterung für die sowieso schon geplagten Bachelor- und Masterstudenten!

Die Einnahmen, die den Hochschulen im Sommer deswegen entgehen, will das Land in voller Höhe erstatten. Allerdings soll ein entsprechendes Gesetz erst später beschlossen werden.
Die Gebühren für ein Zweit- oder Langzeitstudium bleiben erhalten.

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