Es regnet, es regnet, die Informatiker werden nass.


Es verwundert doch ein wenig, dass auf dem Campus seit einiger Zeit an etlichen Stellen neue Gebäude errichtet werden, während die Sanierung älterer Gebäude wesentlich zögerlicher angegangen wird.

Das Mathematik-Institutsgebäude hat mittlerweile zwar neue Fenster erhalten, aber das Dach des Eingangsbereichs des Informatikgebäudes ist immer noch undicht. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie dieses Bild auf Besucher wirken mag, für die dieser Durchgang das erste ist, was sie von der Uni wahrnehmen…

Offenbar hat jedoch die Universität des Saarlandes nicht als einzige einen gewissen Bedarf an zu Regentonnen  umfunktionierten Mülleimern.
Das gleiche Bild bietet sich Besuchern der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität.



Die Bioinformatik der Saarbrücker Uni zieht um


Nach dreijähriger Bauzeit und millionenschwerer Überschreitung der kalkulierten Kosten sind nun endlich alle 3 neuen Bioinformatik-Gebäude bezugsbereit:

Die Bibliothek ist nun zentraler Standort für die gesamte Mathematik und Informatik der Universität sowie der Bestände des DFKI und der beiden Max-Planck-Institute. Die Bibliothek war als erstes der Gebäude fertig geworden. Sie ist wesentlich größer, als die alte Informatik-Bibliothek und bietet viel Raum zum Lesen und Lernen.

Im neuen Institutsgebäude ziehen gerade Wissenschaftler der Informatik und Bioinformatik ein, so z.B. das gesamte Zentrum für Bioinformatik. Dadurch kann es vorübergehend zu Problemen bei der Erreichbarkeit der betreffenden Leute und natürlich auch der Server kommen.

Für die Studenten ist sicherlich der neue Hörsaal am wichtigsten.
Er wurde vergangenen Dienstag (17. November) mit einer Vorlesung “Programmierung 1″ eingeweiht (siehe Foto). Der neue Saal hat 454 Sitzplätze und ist gut ausgestattet. So bietet z.B. jeder Sitzplatz eine Steckdose um ein Netbook oder Ähnliches anzuschließen an. Fraglich ist meiner Meinung nach allerdings, ob das die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer nicht eher beeinträchtigt… Ich konnte schon oft beobachten, dass auf den Laptop-Bildschirmen der vorderen Plätzen Spiele laufen. Ein geöffnetes Skript oder eine Textdatei zum Mitschreiben sind seltene Ausnahmen.



Exzellenz-Cluster Saarbrücker Informatik


In der allgemeinen Aufregung um die Auswahl sechs weiterer Unis zur Exzellenz-Förderung ist mir fast entgangen, dass sich an meiner Uni etwas in einer ähnlichen Richtung getan hat:

Unsere Informatik wurde zum Exzellenz-Cluster gekürt und wir werden auch Fördermittel für eine Informatik-Graduiertenschule bekommen.

In erster Linie bedeutet das, dass dem Fachbereich zusätzliches Geld von Bund (75%) und Land (25%) zur Verfügung gestellt wird. In zweiter Linie wohl auch ein wenig Prestige. Dass dadurch noch lange keine “Elite” im eigentlich Sinne entsteht ist wohl klar. Dennoch wird sich diese Finanzspritze bestimmt auch auf mein Studium direkt positiv auswirken. So wird es wohl schon für meinen Jahrgang möglich sein, anstatt des Master-Abschlusses direkt zu promovieren, wenn man das will.

Mehr zu lesen gibt es hier:

Pressemitteilung der Saarbrücker Staatskanzlei
Pressmitteilung der DFG und des Wissenschaftsrates

Artikel des Fachbereichs Informatik der Saarland-Universität

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