Forschungsgruppe von Jan Baumbach


Unter der Führung von Dr. Jan Baumbach wurde am MPI die Forschungsgruppe Computational Systems Biology eingerichtet.

Erforschen will man die Systembiologie, evolutionäre Sequenz- und Netzwerkanalyse, graphbasierte Analyse und Modellierung biologischer Netzwerke, Sequenz-Clustering, die Entdeckung von Sequenzmotiven, sowie Metabolomics.



Neue Forschungsgruppen im ZBI?


Im vergangenen Jahr hat das Zentrum für Bioinformatik zwei seiner drei Nachwuchs-Forschungsgruppen verloren:

Dr. Dirk Neumann von der Gruppe “Drug Transport” ist in die Industrie gegangen um für die Bioskin AG Berlin zum Schwerpunkt “Dermale Absorption” zu forschen. Der ehemalige Leiter der Gruppe “Theoretical & Computational Membrane Biology”Prof. Dr. Rainer Böckmann ist einem Ruf an die Universität Erlangen-Nürnberg gefolgt und leitet dort nun den Lehrstuhl “Computational Biology”.

Nun gibt es wohl eine fest geplante neue Forschungsgruppe und es laufen Verhandlungen zu einer weiteren.



Saarbrücker Bioinformatik auf der CeBIT


Diese Woche findet in Hannover die alljährliche Computermesse CeBIT statt. Dort vertreten sind auch Mitarbeiter der Informatik der Saarland-Universität, u.a. einige Mitglieder des Zentrums für Bioinformatik (ZBI).

Dr. Andreas Hildebrandt und Anna Katharina Dehof, M.Sc., stellen dort BALLView vor.

BALLView ist eine Open Source Software zur Visualisierung von Proteinen. Ganz neu ist die Möglichkeit Proteine in 3D zu betrachten. Ermöglicht wird dies durch die Integration von Ray-Tracing-Algorithmen.

Hier zeigt sich mal wieder eine Seite der Bioinformatik, die mich immer besonders fasziniert hat:
Sie erzeugt wunderschöne Bilder.

Hier einige Beispiele:



Modern Methods in Drug Discovery


Dozent: PD Dr. Michael Hutter
Semester: Winter ‘09/’10

Website: http://gepard.bioinformatik.uni-saarland.de/teaching/ws-2009-10/special-topic-lecture-bioinformatics-modern/spezialvorlesung-MMDD-0910

Da ich in diesem Semester meine Bachelorarbeit geschrieben habe, blieb nicht viel Zeit für weitere Veranstaltungen. Ich habe mich dann ausschließlich für diese Vorlesung entschieden.

Gute und schlechte Gründe

Dabei gab es zwei Gründe für meine Wahl.

Der gute: Das Thema klingt interessant.
Nachdem ich mich für Bioinformatik als Alternative zum Medizinstudium entschieden hatte, interessieren mich natürlich all die Themen besonders, die enge Verknüpfungen zur Medizin haben. In diesem Fall sind wir im Bereich der Pharmazie, also nah dran.

Der “schlechte” Grund:
Ich kannte Dr. Hutter bereits aus der Veranstaltung Computational Chemistry. Daher wusste ich, dass seine Vorlesungen niemanden überfordern. Um ganz sicherzugehen hatte ich mir noch die Klausurnoten vom vorherigen Semester angesehen: Es gab zweimal eine 2, alle anderen Teilnehmer hatten sogar eine 1 vor dem Komma.
Während man seine Abschlussarbeit schreibt, ist es das Beste, nebenbei nur Scheine zu machen, bei denen der Arbeitsaufwand berechenbar und überschaubar ist. Diese Anforderungen erfüllt eine Abschlussarbeit selbst nämlich eher selten …

Der scheinbar weniger gute Grund ist meiner Meinung nach gar nicht so schlecht.
Man könnte natürlich dogmatisch sein und fordern, dass man allein nach seinen Interessen und dem potentiellen Wissensgewinn studieren sollte. Will (oder muss) man aber in kurzer Zeit mit seinem Studium fertig werden, so ist es gerechtfertigt, auch einmal ökonomisch zu denken.

Format: Standard-Spezialvorlesung

Die Vorlesung bringt nach den aktuellen Studienordnungen 5 Credit Points. Sie umfasst 2 Stunden Vorlesung (auf Englisch) pro Woche, alle zwei Wochen wird ein Tutorial angeboten, in dem vor allem die Aufgaben der insgesamt 6 Übungsblätter besprochen werden.

Die Übungsblätter müssen allein bearbeitet werden und können persönlich oder per eMail abgegeben werden. Es sind je 100 Punkte zu erreichen. Zur Klausurzulassung sind 50% der erreichbaren Gesamtpunkte notwendig. Die Übungen sind nicht schwierig, man sollte lediglich die vorhergehenden Vorlesungen gehört oder die im Internet abrufbaren Folien durchgelesen haben. Es ist also ein Leichtes, zur Klausur zugelassen zu werden.

Zuverlässige Klausurvorbereitung

Dennoch lohnt es sich, mehr als 50% der Übungsaufgaben zu bearbeiten:
Die Klausuraufgaben haben starke Überschneidungen mit denen der Übungsblätter. Die Klausur, die in Englisch und Deutsch angeboten wurde, hat denn auch jeder mit einer guten Note, die sich allein aus dem Klausurergebnis errechnet, bestanden.

Wer also sichere 5 Punkte für seinen Bachelor- oder Masterabschluss braucht, ist in dieser Vorlesung gut aufgehoben. Es ist jedoch auch wieder nicht so, dass man dabei nichts lernen würde. Zuvor hatte ich z.B. noch nie von SMILES und SMARTS gehört, und heute beherrsche ich sie aus dem Effeff. ;-)



Studiengebühren im Saarland abgeschafft


Endlich ist es so weit!

Der saarländische Landtag hat in seiner Sitzung vom 10. Februar die Studiengebühren für das Erststudium abgeschafft. Somit besteht jetzt auch die bisher noch fehlende Rechtssicherheit, nachdem die Hochschulen bislang nur “vorläufig” keine Gebühren eingezogen hatten.



Gebührenfrei studieren ab Sommer 2010


Heute hat der Saarbrücker Landtag einen Gesetzesentwurf durchgewinkt, der die Abschaffung der Studiengebühren zum Sommersemester 2010 vorsieht. Damit hat die Jamaika-Koalition dieses Versprechen ihres Koalitionsvertrags eingehalten.

Wenn im Januar die Rückmeldefrist beginnt, sind also nur noch die Kosten für den Semesterbeitrag zu entrichten. Eine enorme Erleichterung für die sowieso schon geplagten Bachelor- und Masterstudenten!

Die Einnahmen, die den Hochschulen im Sommer deswegen entgehen, will das Land in voller Höhe erstatten. Allerdings soll ein entsprechendes Gesetz erst später beschlossen werden.
Die Gebühren für ein Zweit- oder Langzeitstudium bleiben erhalten.



Leibniz-Preis für Professor Joachim Weickert


Einer der 10 Leibniz-Preisträger 2010 ist Prof. Dr. Weickert. Das wurde heute von der DFG bekanntgegeben.

Der Professor für Mathematik und Informatik wird für seine Forschung im Bereich der Bildverarbeitung ausgezeichnet. Die Auszeichnung bringt außer Ruhm und Ehre auch ein hoch dotiertes Preisgeld mit sich:
In den nächsten 7 Jahren kann der Preisträger über 2,5 Mio. Euro verfügen, die wieder in seine Forschung fließen.

Ich freue mich für Prof. Weickert, der auch außerhalb der Forschung sehr engagiert ist. Für seinen Einsatz im Bereich der Lehre hat er bereits mehrmals von Studenten vergebene Auszeichnungen für seine Vorlesungen erhalten:

  • Sommer ‘09:  Differential Equations in Image Processing and Computer Vision
    -> “Beste Mathematik-Vorlesung”
  • Sommer ‘06:  Differential Equations in Image Processing and Computer Vision
    -> “Beste Informatik-Vorlesung”
  • Sommer ‘03:  Differential Equations in Image Processing and Computer Vision
    -> “Beste Informatik-Vorlesung”


[Update] Es regnet, es regnet, die Informatiker werden nass.


Vor kurzem hatte ich hier das undichte Dach des Informatikgebäudes angesprochen.
Nachdem in dem betroffenen Bereich nun schon seit mindestens einem Jahr ständig Regenauffanggefäße herumstanden, haben nun Reparaturarbeiten begonnen. Man darf also hoffen, dass sich die Situation bald verbessert.



Es regnet, es regnet, die Informatiker werden nass.


Es verwundert doch ein wenig, dass auf dem Campus seit einiger Zeit an etlichen Stellen neue Gebäude errichtet werden, während die Sanierung älterer Gebäude wesentlich zögerlicher angegangen wird.

Das Mathematik-Institutsgebäude hat mittlerweile zwar neue Fenster erhalten, aber das Dach des Eingangsbereichs des Informatikgebäudes ist immer noch undicht. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie dieses Bild auf Besucher wirken mag, für die dieser Durchgang das erste ist, was sie von der Uni wahrnehmen…

Offenbar hat jedoch die Universität des Saarlandes nicht als einzige einen gewissen Bedarf an zu Regentonnen  umfunktionierten Mülleimern.
Das gleiche Bild bietet sich Besuchern der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität.



Die Bioinformatik der Saarbrücker Uni zieht um


Nach dreijähriger Bauzeit und millionenschwerer Überschreitung der kalkulierten Kosten sind nun endlich alle 3 neuen Bioinformatik-Gebäude bezugsbereit:

Die Bibliothek ist nun zentraler Standort für die gesamte Mathematik und Informatik der Universität sowie der Bestände des DFKI und der beiden Max-Planck-Institute. Die Bibliothek war als erstes der Gebäude fertig geworden. Sie ist wesentlich größer, als die alte Informatik-Bibliothek und bietet viel Raum zum Lesen und Lernen.

Im neuen Institutsgebäude ziehen gerade Wissenschaftler der Informatik und Bioinformatik ein, so z.B. das gesamte Zentrum für Bioinformatik. Dadurch kann es vorübergehend zu Problemen bei der Erreichbarkeit der betreffenden Leute und natürlich auch der Server kommen.

Für die Studenten ist sicherlich der neue Hörsaal am wichtigsten.
Er wurde vergangenen Dienstag (17. November) mit einer Vorlesung “Programmierung 1″ eingeweiht (siehe Foto). Der neue Saal hat 454 Sitzplätze und ist gut ausgestattet. So bietet z.B. jeder Sitzplatz eine Steckdose um ein Netbook oder Ähnliches anzuschließen an. Fraglich ist meiner Meinung nach allerdings, ob das die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer nicht eher beeinträchtigt… Ich konnte schon oft beobachten, dass auf den Laptop-Bildschirmen der vorderen Plätzen Spiele laufen. Ein geöffnetes Skript oder eine Textdatei zum Mitschreiben sind seltene Ausnahmen.

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